Hapag-Lloyd will Preiskampf umschiffen
Die Preisschlacht in der Containerschifffahrt setzt Deutschlands größter Linienreederei Hapag-Lloyd zu. „Das gesamte Jahr wird für die Branche unbefriedigend sein“, sagte Firmenchef Michael Behrendt dem Handelsblatt.
Hamburg - „Wir haben genug zu tun, könnten auf vielen Routen sehr auskömmliche Preise erzielen. Stattdessen herrscht ein desaströser Preiskampf in der Branche.“ Manche schmissen das Geld aus dem Fenster.
„Das ist so, als würde Apple ohne Not den Preis für iPhones senken“, sagt Behrendt.Preiskampf angezettelt hat die weltgrößte Containerreederei Maersk aus Dänemark, die ihre führende Position gegen aggressive Wettbewerber wie MSC aus der Schweiz verteidigen will. Behrendt versucht, Hapag-Lloyd aus den Verwerfungen der Preisschlacht herauszuhalten. „Lieber verzichte ich auf zusätzliches Geschäft, das keinen Profit bringt, und wachse dafür schwächer als der Markt“, sagt er. Die Hamburger transportierten in den ersten neun Monaten knapp vier Prozent mehr als im selben Zeitraum 2010. Laut Branchendienst IHS Global Insight soll aber 2011 das Ladungsaufkommen weltweit um fast sieben Prozent zulegen. mehr
