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MDK scheidet heute noch die Geister

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund Naturschutz (BN), steht im Ottmaringer Tal bei Dietfurt und hat ein Stück Torf in der Hand. Der Brocken ist knochentrocken und Weiger sieht ein wenig traurig aus. Kein Wunder, dokumentiert der ausgetrocknete Torf doch eine der größten Niederlagen, den die Natur- und Umweltschutzbewegung in den letzten Jahrzehnten in Deutschland erlitten hat: den Bau des Main-Donau-Kanals (MDK).

Dieser Tage erinnert man sich in Bayern wieder an das Jahrhundertprojekt. Denn fast genau 20 Jahre ist es her, dass der Kanal dem Verkehr übergeben wurde. Die Kanaleinweihung am 25. September 1992 wurde von großen Hoffnungen begleitet. Damals gab es noch das Stahlwerk Maxhütte in der Oberpfalz und zwei große Kohlekraftwerke in Erlangen und Nürnberg. Nichts davon gibt es mehr und die Träume von riesigen Transportmengen, die über den Kanal verschifft werden, haben sich - so jedenfalls die Bilanz der Umweltschützer - nicht erfüllt. Geblieben seien eine trocken gefallene Natur und eine „Maximierung des Betons“, so Weiger. mehr

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