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Havel-Oder-Wasserstraße HOW

Schifffahrtsamt möchte Planungen ...

... für den Kanalausbau 2011 ausschreiben

ORANIENBURG -  Kaiser Wilhelm II. kam im Juni 1914 höchstpersönlich zur Eröffnung des Großschifffahrtswegs Berlin-Stettin. Der Monarch taufte die Wasserstraße auf den Namen Hohenzollernkanal. Fast 100 Jahre ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde (WSA) mitten in den Planungen für einen Ausbau der Havel-Oder-Wasserstraße (HOW).

In diesem Jahr will das WSA die Planungen ausschreiben und vergeben, sagt Projektleiter Christoph Bonny. Die Tondichtung sei löchrig und müsse sowieso saniert werden. „Da ist es sinnvoll, den Kanal gleich auf einen modernen Stand auszubauen“, sagt Bonny. Der Kanal soll bis zu 55 Meter breit und auf eine Tiefe von vier Metern ausgebaggert werden.

Untersucht das Institut für Umweltstudien Weibel & Ness aus Potsdam die Umweltauswirkungen des geplanten Ausbaus. Das soll bis Jahresende abgeschlossen sein, sagt Geschäftsführer Karl Scheurlen. Seine Mitarbeiter sind immer wieder am Tag und in der Nacht entlang des Kanals unterwegs und verschaffen sich einen Überblick über die dortige Tier- und Pflanzenwelt. „Die Natur ist sehr dynamisch. Wichtig ist, dass wir eine gesamte Vegetationsperiode betrachten“, sagt Scheurlen. Anschließend erstellt das Institut eine Wirkungsprognose, die beschreibt, wie sich der Ausbau der HOW auf die benachbarten Tiere, Pflanzen und Biotope auswirkt. Dabei spielen eine Vielzahl deutscher und europäischer Natur- und Umweltschutzgesetze eine Rolle. „Wir betrachten auch, welche Folgen eine Maßnahme für die Menschen hat, zum Beispiel durch Lärm“, sagt Scheurlen. mehr