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Polizeiboot kollidiert mit Tanker und sinkt

Das schwere Streifenboot der Wasserschutzpolizei-Station Karlsruhe war gegen 18.40 Uhr auf dem Rhein zu Tal unterwegs. Kurz vor dem Rheinstrandbad Rappenwört kam es bei wenig Sicht zu einer Kollision mit dem zu Berg fahrenden Tankmotorschiff, wodurch die Schiffshülle des Polizeibootes beschädigt wurde und starker Wassereinbruch zu verzeichnen war. Das manövrierunfähige Polizeiboot trieb nach der Kollision auf dem Rhein talwärts. Der Besatzung eines entgegenkommenden zu Berg fahrenden Tankschubverbandes gelang es, das havarierte Polizeiboot längsseits zu nehmen und die aus drei Beamten bestehende Besatzung des Streifenbootes unverletzt in Sicherheit zu bringen. Um das zu diesem Zeitpunkt bereits großteils untergegangene Polizeiboot vor dem vollständigen Sinken zu bewahren, wurde das Heck des Bootes mit Tauen an dem Schubverband befestigt. Die Schifffahrt auf dem Rhein musste in der Folge für mehrere Stunden gesperrt werden. Zudem wurde festgestellt, dass aus dem havarierten Polizeiboot eine noch unbekannte Menge Dieselöl ausgelaufen war.

Abbildung: WSP 5 -

Vielen Dank für die Fotos an Frank Behrends

Noch in der Nacht gelang es der Polizei unter Federführung des Leiters der Wasserschutzpolizei-Station Karlsruhe und dem Wasser- und Schifffahrtsamt, das havarierte Streifenboot mit Unterstützung des Schubverbandes auf ein Buhnenfeld zu drücken und dort provisorisch abzulegen. Weitere Bergungsmaßnahmen sind derzeit in Vorbereitung. Hierzu ist es erforderlich, dass ein Bergekran vom Hafen Speyer zur Unfallstelle verlegt wird. Dies ist auf Grund des starken Nebels derzeit aber nicht möglich. Ob eine Bergung des Bootes noch am Dienstag erfolgen kann, ist zur Zeit nicht absehbar. An der Unfallörtlichkeit ist ein Begegnungs- und Überholverbot für die Schifffahrt eingerichtet. Das an der Kollision beteiligte Tankmotorschiff verblieb zunächst in der Nähe der Unfallstelle, setzte danach seine Fahrt auf polizeiliche Weisung aber bis zur Schleuse Iffezheim fort. Dort machte das Schiff für eine Begutachtung eines möglichen Schadens vorübergehend fest.

Die Ermittlungen zur Unfallursache hat aus Neutralitätsgründen die Wasserschutzpolizei-Station Germersheim übernommen. Aussagen zur Schadenshöhe sind erst möglich, wenn das Polizeiboot geborgen und in einer Werft begutachtet worden ist.

WSA Mannheim hebt havariertes Polizeiboot

Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Mannheim hat am heutigen Donnerstag das bei Karlsruhe havarierte Polizeiboot aus dem Rhein gehoben.

Für die Bergung des Polizeibootes hatte die Wasserschutzpolizei Karlsruhe nach Abwägung der Gefahrenlage das Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim beauftragt. Das WSA Mannheim sicherte zuerst das gesunkene Polizeiboot vor dem Abtreiben. Parallel dazu wurden spezielle WSA- eigene Bergungsfahrzeuge an die Havariestelle gebracht.

Mit Hilfe der speziellen Bergungsgeräte konnten während der heutigen Bergung Seile unter das havarierte Polizeiboot gezogen werden. Im zweiten Schritt erfolgte das Anheben des Havaristen aus dem Wasser. Das stark beschädigte Boot wurde auf ein Arbeitsschiff des WSA Mannheim abgelegt und in den Hafen Karlsruhe gebracht.

„Die gut geplante Bergung hat durch das professionelle Zusammenspiel aller Mitarbeiter und eingesetzten Fahrzeuge toll geklappt“ freute sich Michael Knust, der Einsatzleiter des WSA Mannheim. Bei der Bergung waren 5 Fahrzeuge und rund 20 Mitarbeiter des WSA Mannheim im Einsatz. Die durchgehende Schifffahrt war nur kurzzeitig behindert, da die schwierige Bergung insgesamt nur 5 Stunden gedauert hat. Quelle: Polizeipräsidium Karlsruhe

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