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Mit 15 Knoten zum Nordkap

Ein robustes Traditionsschiff, ein sturmerprobter Wikinger auf der Brücke und ein Hamburger Reiseleiter, der das Farbenschauspiel am Himmel erklärt.
Kurz vor Mitternacht im Hafen von Ålesund, auf halbem Seeweg zwischen Trondheim und Bergen. Es ist bitterkalt und ziemlich finster. Mit uns starrt eine Handvoll Menschen, eingepackt in Daunenjacken und Pudelmützen, in die Dunkelheit. Ein Schiff wird kommen, so viel ist sicher. Und dann geht auf einmal alles ganz schnell: Um 24 Uhr schälen sich die Konturen aus der Dunkelheit, fünf Minuten später macht das Motorschiff "Lofoten" fest. Das Häuflein, das in der Kälte gewartet hat, schnappt sich sein Gepäck und klettert an Bord. In den stählernen Gängen und in der holzgetäfelten Bar, die noch ein schnelles Bier rausrückt, bevor Schluss ist für diese Nacht, beschlagen die Brillen. Es ist bullig warm und sehr gemütlich auf dem Schiff.
MS "Lofoten", 87 Meter lang, 1964 in Dienst gestellt, ist der zweitälteste Schnelldampfer der Hurtigruten, jener legendären Linie, die jeden Tag die norwegische Küste abfährt, dabei 34 Häfen zwischen Bergen im Süden und Kirkenes im hohen Norden anläuft und umgekehrt jeden Tag vom Wendepunkt Kirkenes nach Bergen startet, hin und zurück 2800 Seemeilen zurücklegt, knapp 5200 Kilometer. Mit dem Golfstrom schwimmt die Flotte der insgesamt zwölf Schiffe auch im Winter eisfrei gegen den Wind, weit über den Polarkreis hinaus, durchs Inselmeer der Lofoten und Vesterålen, um das Nordkap herum, und nur an der russischen Grenze kann die raue Barentssee schon mal ein paar Eisschollen in die Fjorde drücken. mehr

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