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Abfluß

Als Abfluss bezeichnet man in der Gewässerkunde die Wassermenge, die in der Sekunde einen Abflußquerschnitt durchfließt. Die Maßeinheiten sind l/s oder m⊃3;/s.

Das arithmetische Mittel der Abflüsse eines bestimmten Zeitraumes nennt man Mittelwasser (MQ), den unteren Grenzwert Niedrigwasser (NQ) und den oberen Grenzwert Hochwasser (HQ).

Den mittleren unteren Grenzwert bezeichnet man als mittleres Niedrigwasser (MNQ), den mittleren oberen Grenzwert als mittleres Hochwasser (MHQ).

Den untersten Grenzwert nennt man niedrigstes Niedrigwasser (NNQ) und den obersten Grenzwert höchstes Hochwasser (HHQ).

Werden die Abflüsse nach der Dauer bezeichnet, so ist am Rhein der Gleichwertige Abfluß (GLQ) der, der im Jahresdurchschnitt an einer bestimmten Anzahl von eisfreien Tagen unterschritten wird.

Die Festsetzung des Gleichwertigen Abflusses erfolgte in einer Durchschnittsrechnung für die Jahresreihe 1906-1930.

Der Gleichwertige Abfluß hat heute praktische Bedeutung bei der Festsetzung des Gleichwertigen Wasserstandes.

Zahlenangaben über Abflüsse in den Gewässerkundlichen Jahrbüchern.